Home > Arzneistoffe > Zytostatika > Methotrexat Impressum

Methotrexat

Methotrexat, kurz MTX, ist ein Medikament, welches die Zellteilung hemmt: Zytostatikum; Immunsuppressivum. Es wirkt, als geringfügige chemische Modifikation des Vitamins Folsäure, als Gegenspieler (Antimetabolit) des für die Zellteilung erforderlichen Folsäure; es wird daher auch als Folsäure-Antagonist bezeichnet. Durch ein viel höheres Bindungsvermögen des Methotrexats an das Enzym Dihydrofolat-Reduktase kommt es zu einer Hemmung der Nukleinsäuresynthese.

Anwendung

Methotrexat wird vor allem bei schweren Erkrankungen, die auf andere Präparate nicht ausreichend ansprechen eingesetzt: z.B.Autoimmunerkrankungen wie Rheumatoide Arthritis, Leukämie und andere Krebserkrankungen sowie bei schweren Formen der Psoriasis. Zur Anwendung ist der Arzneistoff in Tablettenform und zur intravenösen oder intramuskulären Injektion verfügbar.

Nebenwirkungen

Wie bei anderen Zytostatika auch, leiten sich die Nebenwirkungen vor allem von den hemmenden Auswirkungen auf sich schnell teilende Körperzellen ab:
  • Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, gastrointestinale Blutungen
  • Blutbildendes System: Hämatopenie, Leukopenie
  • Keimzellen: Störung in der Spermatogenese und der weiblichen Eizelle.
  • Haarausfall
  • Schädigungen innerer Organe, vor allem bei längerer Gabe: Lungenfibrose, Nierenschädigung, Leberschädigung.
  • Infektanfälligkeit

Eine Schwangerschaft muss bei der Behandlung mit MTX ausgeschlossen sein, da Schäden im Erbgut auftreten können. Dies gilt für Männer und Frauen. Nach dem Abschluss der Behandlung muss für die folgenden drei Monate die Empfängnisverhütung fortgesetzt werden.

Als Antidot steht die Folinsäure zur Verfügung.


Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!