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Seeklima

Seeklima ist ein ozeanisches Klima in Küstenlage, das vom Meer beeinflusst ist; es steht im Gegensatz zum Kontinentalklima.

Ursachen

Von Seeklima kann die Rede sein, wenn das Klima einer Region durch die Anwesenheit einer großen Wassermasse beeinflusst wird. Wasser fungiert in diesem Zusammenhang als Moderator; da sich Wasser aufgrund seiner großen spezifischen Wärmekapazität relativ langsam aufheizt und auch langsamer wieder abkühlt, wirkt es sowohl im Winter als auch im Sommer verzögernd. Dadurch sind die Sommer im Seeklima mässig warm, die Winter aber auch nur mässig kalt und jeweils niederschlagsreich.

Die reine geographische Lage (Küstenlage) ist alleine kein Hinweis auf Seeklima, da noch die Windrichtung in Betracht gezogen werden muss. New York beispielsweise liegt zwar direkt am Meer, hat aber, wie der Großteil der Ostküste der USA Kontinentalklima, da die vorherrschende Windrichtung von West nach Ost geht und mithin die gewaltige Landfläche Nordamerikas das Klima bestimmt. Der Großteil Europas liegt hingegen unter dem Einfluss von Seeklima. Je tiefer man ins Landesinnere geht, desto extremer werden die klimatischen Bedingungen; daher auch die harten russischen Winter. Im Vergleich zu den USA ist der klimatische Unterschied ebenfalls deutlich sichtbar: New York liegt etwa auf dem gleichen Breitengrad wie Rom und München auf der Höhe von Toronto (Kanada). Im Schnitt sind die Winter in den europäischen Städten deutlich wärmer, ebenso sind extreme Wetterlagen (z. B. Blizzards) selten.

Auch die Anwesenheit einer kleineren Wassermasse kann das Klima lokal beeinflussen, wie das beispielsweise bei der Bodenseeinsel Mainau der Fall ist.