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Cyclophosphamid


Strukturformel von Cyclophosphamid
Cyclophosphamid (Handelsname Endoxan®) gehört zu der Gruppe der Stickstoff-Lost-Verbindungen mit alkylierender Wirkung. Außer für die Krebs-Therapie wird es auch zur Behandlung besonder schwer verlaufender Multiplen Sklerose eingesetzt.

Entwicklung

  • Für Multiple Sklerose liegt derzeit keine Zulassung vor

Pharmakologie

Wirksamkeit

Für die Behandlungen der Multiple Sklerose steht leider keine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie zur Verfügung. In den vorliegenden Untersuchungen konnte aber eine Stabilisierung der Progression beobachtet werden. Dabei waren Auffrischinfusionen besser wirksam als eine einmalige Induktionstherapie.

Wirkmechanismus

Cyclophosphamid führt zu Einzel- und Doppelstrangbrücken in sich schnell teilenden Zellen. Daraus resultierend finden sich im Blut von behandelten Patienten mehr CD8-Supressorzellen und weniger CD4-Helferzellen.

Nebenwirkungen

Es kommt häufig zu einer verminderten Leukozytenzahl, Übelkeit, Haarausfall. Besonders bei hohen kummulierten Dosen ist das Krebsrisiko, speziell für Leukämie und Blasentumore erhöht.



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